"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein"

Jedesmal wenn wir mit dem Flugzeug über das Piera Gebirge fliegen

und unter uns der Olymp vorbei schwebt, weiss ich nun sind wir wieder in

Griechenland.

Der Olymp, der Berg der griechischen Götter mit seinen imposanten Bergspitzen und einmaligen Wäldern! In den Bergdörfern scheint die Zeit in den schmalen Gassen noch stehen geblieben zu sein. Hier ist auch der älteste Nationalpark Griechenlands. Von der gewaltigen Kulisse und den traumhaften Aussichten werden sie überwältigt sein. Am Fusse des mythischen Olymp liegt die heilige Stadt der Mazedonier "Dion". Ebenso beeindruckend ist das Tempital. In der Schlucht mit ihren abgeschliffenen Kalkfelsen stehen riesige Platanen und Nadelbäume. Die Schlucht ist durch ein Erdbeben vor ca. 2 Millionen Jahren entstanden.

Homer schrieb in seiner Odyssee um 800v.Ch.:

Den Berg Olymp, den Sitz der Götter - wie wir glauben - verheeren keine Stürme, ihn überschwemmen keine Regengüsse, ihn suchen keine Schneegestöber heim,ihn umgeben Ruhe und wolkenloser Sonnenschein am hellichten Tag.

Als Rhea und Kronos das Universum unter ihren Kindern aufteilten, erhielt Zeus der älteste Sohn den Himmel, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt der Erde.

Fortan herrschte Zeus über Götter und Menschen, war Richter über Gut und Böse, Bewacher der Jahreszeiten, Urheber aller Fruchtbarkeit und Ordnung des menschlichen Lebens.

War Zeus jedoch zornig, was häufiger vorkam, schickte er Donner, Sturm und Ungewitter. Er schleuderte seine Blitze zur Erde. War sein Zorn vergangen, trat er als Besänftiger aller Elemente auf.

Wen wundert's, dass Zeus, Vater der Menschheit, den majestätischten und schönsten aller Berge, den Olymp als Thron wählte.

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Um wohl näher dem Himmel zu sein, bauten die Mönche so ab dem 11.Jahrhundert n.Chr. auf die Felsen, nahe der Stadt Kalampaka, ihre Klöster. Es ist schon ein unbeschreibliches Erlebnis,wenn man aus der Ebene kommt und auf einmal vor den unwirklich anmutenden Felsformationen steht. Auf ihren Spitzen zwischen Himmel und Erde schweben die Meteora Klöster, teilweise auf über 500m hohen Felsen, senkrecht in den Himmel. Das grösste Kloster Megalou Meteorou, sowie das älteste Agiou Stefanou und noch 4 andere sind zur Besichtigung freigegeben. Eine unermessliche Fülle von kostbaren Ikonen und Wandmalereien sind dort zu bewundern. Eine korrekte Kleidung ist bei der Besichtigung wohl selbstverständlich.

Die Meteora Klöster sind neben der Akropolis die meist fotografierten

Sehenswürdigkeiten Griechenlands.

Beim Landeanflug auf Skiathos Isl. fliegt man über Thessaloniki und sieht im Osten die Halbinsel Chalkidiki, die ins Meer hinaus wie eine Hand ragt. Am östlichen Finger liegt der Mönchsstaat Athos mit seinem heiligen Berg Agion Oros ( weisser Marmor ) 2033m hoch. Die Zeit scheint hier langsamer vergangen zu sein. Die Mönche leben hier nach ihren eigenen Regeln und orthodoxen Riten, die seit über tausend Jahren unverändert geblieben sind.

Frauen ist der Zutritt verboten!

Nur wenige unter den vielen männlichen Pilgern und Wanderern, die alljährlich darum ansuchen, erhalten das " Diamonitirion ", die Einreiseerlaubnis.

Um die Einreise zu erhalten müssen Sie sich an folgendes Büro wenden:

The Holy Executive of the Holy Mount Athos Pilgrims Bereau

Hr. Stefanos Kanelis

Egnatia Odos 109

54635 Thessaloniki

Telefon 0030 2310 25 25 78

Merkblatt!!!

Es werden pro Tag nur etwa 120 Besucher zugelassen, hiervon aber wiederum nur 10 Personen nicht-orthodoxen Glaubens. Sie sollten also rechtzeitig und mehrere Wochen vor Ihrem Besuch anfragen.

Wenn Sie das Diamonitirion ( kostet 35,- € ) haben, müssen Sie sich in Ouranoupolis, Ihrem Ausgangspunkt, noch in das Büro Agion Oros begeben. Hier bekommen Sie dann die eigentliche Einreiseerlaubnis.

Am Tag Ihrer Reise zum heiligen Berg legt morgens ca. 9.00 Uhr im Hafen von Ouranoupolis das Schiff ab.

Für die 3 Tage auf Athos sollten Sie gutes Schuhwerk, ein wenig Kondition und der Jahreszeit angepasste Kleidung haben. Eine Taschenlampe für den Abend sollte im Rucksack nicht fehlen.

Wanderkarten:

Der hl. Nektarios hält schützend seine Hand über unser Haus!!

Jedes Haus und jedes Grundstück wird einem Heiligen geweiht.

Bei uns ist es der Hl. Nektarios.

Ikonostasi / Wegkapelle

Kurzbiografie des Hl. Nektarios,
Bischofs von Pentapolis und Wundertäters von Ägina
.



1846 Anastosios Kephalas wird am 1. Oktober als Sohn des Thenes und der Vassiliki Kephalas in Sylivria (Thrakien/TY) geboren. Arbeit in einem Tabakgeschäft und schulische Bildung in Istambul. Erste Sammlung von Väterzitaten

1866
Volksschullehrer in Lithion auf Chios

1876 Am 7. November tritt er dort in das berühmte Kloster NEA MONI ein und wird Lazaros genannt.

1877 Weihe zum Diakon. Er erhält den Namen Nektarios

1885 Theologisches Diplom in Athen. (Beim Wettbewerb um das Stipendium war er als Bester hervorgegangen.) Das Diplom hängt heute noch in seinem Zimmer.

1886 Am 23. März weiht ihn Patriarch Sophronios IV von Alexandrien in der Kathedrale des Hl. Savas zum Priester und im August erhebt er ihn in der Kathedrale des Hl. Nikolaos in Kairo zum Archimandriten. Vater Nektarios arbeitet als Prediger (Hierokeryx) und Sekretär des Patriarchen.

1889 Bischofsweihe, Vater Nektarios wird Titularmetropolit von Pentapolis (Libyen)

1890 Am 11.7. wird Bischof Nektarios ohne kirchliches Gericht, also in unkanonischer Weise aus dem Patriarchat entlassen. Er ist das Opfer von Intrigen geworden. Kümmerlicher Lebensunterhalt in Athen ohne Arbeit und ohne Gehalt.

1891 Es gelingt Bischof Nektarios, am 15. Februar als Aushilfsgeistlicher im Distrikt Euböa angestellt zu werden. Ein solches Amt wird sonst nie von Bischöfen eingenommen. Er wird ein gesuchter Beichvater und Berater in christlichen Lebensfragen.

1893 Versetzung in die Provinz Fthiotis und Fokis.

1894 Auf königlichen Erlaß wird Bischof Nektarios zum Direktor des Höheren Priesterseminars in Athen, der Rhizaris Schole (nach dem Stifter Rhizaris) ernannt. Strenges asketisches Leben, milde, stark prägende Erzieherpersönlichkeit.
Bischof Nektarios erlangt durch zahlreiche Veröffentlichungen wissenschaftliches Ansehen. Trotzdem beschäftigt er sich auch sehr mit Landwirtschaft und Ackerbau. Bekannt wird sein "Handbuch für Priester" (Athen 1907), seine "Historische Studie über die Ursachen des Schismas von 1054, über die Gründe der Fortdauer und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Vereinigung der östlichen und der westlichen Kirche" (2 Bände, Athen 1912/13), eine "Historische Studie über das kostbare Kreuz" (Athen 1914) und eine "Studie über die göttlichen Mysterien (Sakramente)" (Athen 1915). Es gibt eine "Christliche Ethik" heraus, einen Orthodoxen Katechismus, ein Buch über die ökumenischen Konzilien, eine Evangelienharmonie, eine "Studie über die Mutter des Herrn, die Allheilige Gottesgebärin", eine Christologie und noch viele andere Arbeiten.
Ökumenischer Gedankenaustausch in Briefen mit den Kirchen des Westens, intensiver Briefwechsel mit dem Abt Arsenius von Grottaferrata bei Rom.

1898 Pilgerfahrt zum Hl.Berg Athos


1908 Am 7. Dezember Pensionierungsgesuch an den Verwaltungsrat des Priesterseminars.
Bischof Nektarios zieht sich auf das von ihm als Dreifaltigkeitskloster neugegründete alte Kloster "Tis Zoodochou Pigis/ Zur lebensspendenden Quelle" im Landesinneren der Insel Ägina zurück. Dort erlangt er als uermüdlicher Handarbeiter, geistlicher Vater der Nonnen, überzeugender Ratgeber und Retter der Seelen, sowie durch wundersame Krankenheilungen, trotz seines äußerst zurückhaltenden Wesens, große Berühmtheit und den Ruf der Heiligkeit.
Der Versuch, seine Integrität anzuzweifeln, und seine heilsame Tätigkeit zu verleumden, bleibt auch hier nicht aus, kann aber seinen Frieden nicht stören und seinem begnadeten Ruf nicht schaden.

1920 Am 8. November entschläft Bischof Nektarios nach kurzem Krankenhausaufenthalt in Athen. Unter großer Bewegung des Volkes wird der Verstorbene nach Ägina überführt und am Klosterhof beigesetzt. Die Pilgerschaft zu seinem Grab beginnt.

1953 Am 2. September wird sein Grab unter großer Anteilnahme vieler Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und des Volkes geöffnet, wobei seine Gebeine einen unbeschreiblichen Wohlgeruch verbreiten und in einer feierlichen Pannychis öffentlich verehrt werden.

1961 Am 20. April wird der Heilige auf Beschluß des Patriarchalsynods von Konstantinopel kanonisiert und als sein Festtag wird der 9. November bestimmt. Sein Offizium wird von Vater Gerasimos, Mönch der kleinen St. Annaskite am Athos, verfasst. Die steigende Beliebheit des Heiligen und wunderbare Gebetserhörungen führen immer mehr Pilger an die Gnadenstätte nach Ägina.
Aghios Nektarios Monastery / Ägina Island


Garten der Gnade

Voller Dankbarkeit auf den Herrn gerichtet

empfand mein Herz unsagbaren Genuss,

wohlriechend die Erde, die Bäume duftend

und die Vögelchen, die dich umkreisen!

Du sprichst die Psalmen und sie zwitschern umher,

mit allerlei Blüten schmückt sich die Erde;

das sind die Dinge, die die Augen erfreuen,

nach ihnen verzehrt sich meine Erinnerung,

andere erfreuen die Ohren, lassen dich feiern,

wirf dich nieder und danke dem Herrn in jeder Stunde.

Es genießt auch der Tastsinn und die Nase,

Ruhm und Dank darüber gebührt dem Herrn.

Du bist in der Zelle ermüdet?

Geh hinaus spazieren,

genieß die Fülle des Schönen der einsamen Plätze.

Geh zur Wasserquelle, geh zum Strand,

voll von Schönheiten sind sie und wahrer Freude.

Geh auch in die Höhlen, schau an die Zellen der alten Eremiten:

Es sind göttliche Paläste.

Aber vergiss nie zu sagen:"Erbarme, Herr!",

wenn du willst, dass die Quelle des Erbarmens nie versiegt.

geschrieben v. einem Athos-Mönch Konstantin Dapontes (1711-1784)

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